Tschüss Kopf. Tschüss Verstand. Ihr könnt später wiederkommen.

taminaurbaniak.de


April

Reisen: in die Bretagne - schönste Osterferien seit Taminagedenken

Lieblingswort des Monats: “Deutscher Meister”

Erfreulichste Mail: “Sehr geehrte Frau Urbaniak, wir haben eine wunderbare Nachricht für Sie: das von Ihnen gewünschte MacBook Air ist nun endlich bei uns eingetroffen und wird umgehend für Sie versandfertig gemacht.”

Beglückend: Die Lebensfreude der Patentante. Die royale Hochzeit.

Besorgend: wenn andere traurig sind

Schönstes Geschenk: Schokoladenostereier.

Arbeit: auf der Jagd nach neuen Klickrekorden

Party: Tanz in den Mai. Ein bisschen so wie früher.

Ich hätte verzichten können auf: die Absage.

Am meisten gelacht: Beim “Bienvenue Nici!”-Plakat-Entrollen im Flughafen von Lannion. In Frankreich am letzten Urlaubs-Abend über die brüderlichen und schwesterlichen Schnappschüsse. Über den Tierheim-Artikel des Kollegen, in dem es heißt: “Tamina ist keine Schmusekatze und deswegen nicht so gut zu vermitteln.”

Am meisten genervt: vom Messen von Arbeit mit zweierlei Maß

Weise Worte: “I do not have the strength to stay away from you.” // “Angst ist die Schlüsseltechnologie der Kontrollgesellschaft.” (Tom Holert)

Überraschung des Monats: “Schwester, wann bist du noch mal in Beg Leguer?” “Dienstag nach der Arbeit bis Ostermontag.” “Ich komm auch.”

Be-Merkenswert: Dass der Lieblingsfreundin ein flüchtiger Blick von außen auf einen Schuhkarton ausreicht, um mir auf den Kopf zuzusagen, welches Modell ich gekauft habe. Zeigt, wie gut sie erstens mich und zweitens die Schuhgeschäfte unserer Stadt kennt.

♥-Song: “Damaged People”, Depeche Mode

Fazit: Sonne makes the world go round.

März

Reisen: Rom! Laut, staubig, sehr antik, sehr päpstlich. Und mit unvergleichbar vielen, offenbar sehr verliebten jungen Römern, die sich wo sie gingen und standen, stundenlang küssten. Was den einen neidisch seufzen lässt, lässt kaugummikauende und gerade eine leere McDonald’s-Tüte achtlos auf den Boden werfende Amerikanerinnen empört ausrufen: “Look at them - are they making babies or what?!”

Rom ist übrigens auch die Stadt, in der einem der Hauptunterschied zwischen Deutschen und Italienern klar wird. Beim Frühstück nämlich. Während meine Landsleute stundenlang mit wachsender Begeisterung Brötchen schmieren und Joghurtbecher leeren, Apfelsinen pellen und Teetassen austrinken, nehmen sich die Italiener maximal 30 Sekunden Zeit, schütten einen espresso in sich hinein, und sind im nächsten Augenblick schon wieder entschwunden. Anders gesagt: “People come in, drink their cup and leave almost all in one motion.”

Lieblingswort des Monats: “mein erstes Mama-Tank-Top!”

Erfreulichste Mail: “Was it a Michael Angelo evening?” “Who is Michael Angelo?” “Michael Angelo spent a lot of time looking at the ceiling.”

Beglückend: 21,0975 km gelaufen zu sein und nicht noch 21,0975 km laufen zu müssen.

Besorgend: Tsunami und Kernschmelze in Japan

Schönstes Geschenk: elterliches Starterset nach Rom-Rückkehr.

Arbeit: Einmal mehr festgestellt: Ohne meine Arbeit ginge ich vor die Hunde.

Party: Kreisprinzentreffen. Überraschend doch lustig gewesen. Wegen Kollegen.

Ich hätte verzichten können auf: Und auf eine Nacht in einem Hotelzimmer, das noch nicht mal den Namen “Loch” verdient hätte (und das dazugehörige Alleinseingefühl).

Am meisten gelacht: an einem 83. Geburtstag, der von vorn bis hinten ein gespielter Witz war und an dem die Großmutter uns lehrte, dass auch wenn Senfgurken im Vorspeisenbereich auf dem Tisch stehen und auf Nachfrage, ob man jetzt schon Vorspeisen essen könne, “ja” geantwortet wird, das noch lange noch nicht heißt, dass man die Senfgurken schon essen darf. Und ja, eine 83-Jährige kann dann kiebig werden, die Senfgurken wieder vom Tisch zerren und die unschuldigen Dinger in der Küche verstecken, auf dass erst die tatsächlich als “Vorspeisen” deklarierten Vorspeisen gegessen werden und erst danach, wenn Gulasch und Spätzle auf den Tisch kommen, auch ordnungsgemäß dazu die Senfgurken verspeist werden. Weiß doch jedes Kind, dass Senfgurken, die zur Vorspeisenzeit auf dem Tisch stehen, erst später verzehrt werden dürfen! Und: Ja, auch ein 61-jähriger Sohn müsste das wissen. Andernfalls werden ihm die Senfgurken eben wieder weggenommen.

Am meisten genervt/bestürzt: Von Panikattacken. Wenn auch nicht meinerseits. Und von fahrlässigem Umgang mit dem Kinderkriegen.

Weise Worte: finden sich in Nobelpreisträgerbüchern

Überraschung des Monats: Super Dickmann’s Schwarzwälder Kirsch. Leider nur temporär auf dem Markt.

Be-Merkenswert: Die 510 Stufen hinauf zur doppelschaligen Kuppel des Petersdoms (der auf diesem Foto von der Via Piccolomini (sic!) zu aus sehen ist).

♥-Song: “Star”, Nationalgalerie

Fazit: “Geduld hilft, das Leben zu meistern.” Steht in Recklinghausen in der Krim ins Pflaster eingelassen. Ich weiß ja nicht…

Februar

Reisen: keine. Nur gebucht. Ich fahre dahin, wo im Salon ein von Charlie Chaplins Nichte gestiftetes Hirschgeweih hängt!

Vorfreude!!

Worte des Monats: “kill switch” (wegen Ägypten, Tunesien, Libyen, etc.?), “snugglebunny” (bekennend!)

Erfreulichste Mail: die, in der stand: “die liebsten Grüße aus der Nachbarkajüte auf dem Neverevergiveup-Deck!”

Beglückend: Bruder und Bruderfreundin

Besorgend: “Mini, du bist nur ein Notnagel.”

Schönstes Geschenk: 0,75 l 2008er Pinot Noir “Gutsabfüllung Weingut Baron zu Knyphausen”, Dreiser Hof/Erbach im Rheingau (Selbstgeschenk)

Arbeit: ohne Ende Spaß gehabt mit dem 2011er-Jahrgang der OE-Viertklässler: “Sind Sie aus der Zauberflöte?”

“Eine Reporterin braucht eine Kamera, Stifte, einen Computer, Handy, Presseausweis, ein Auto - und eine Brille.”

“Im Diktat kriegen wir immer n Fehler, wenn unsere Leserin was nicht lesen kann. Gut, dass die nicht deinen Notizblock korrigiert!”

Party: Ü30

Ich hätte verzichten können auf: die Spritpreise. die immer wiederkehrende Unvernunft derjenigen, die einfach nicht allein sein können. eine Textnachricht aus der Schweiz.

Am meisten gelacht: über den unübertrefflichen Humor des Ukulele Orchestra of Great Britain

Am meisten genervt: von Leuten, die nicht merken, wenn sie einfach viel zu viel Redezeit für sich beanspruchen

Weise Worte: “I know you’re not always perfect. I know you have tons of problems, defects, imperfections… but who doesn’t? It’s just that I prefer your problems. I’m in love with your imperfections. Your imperfections are just great! I know most girls they get weak on their knees for what’s beautiful. But I’m not like that. I don’t just see what’s beautiful. I fall for the other stuff. I love what’s not perfect. It’s just how I am.” (L’Auberge espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg/Les Poupées russes)

Überraschung des Monats: die erste Ansichtskarte meines Lebens erhalten, die jenseits des Nordpolarkreises abgestempelt wurde (s. Foto)

Be-Merkenswert: …wie gut sich Prinzipien machen, wenn man sie über Bord wirft.

♥-Song: “The Drover’s Ballad”. Wegen: Australia. Und Hugh Jackmann. Und wegen Fernweh.

Fazit: Wir sind so. Uns gibt’s nur so. Und nicht in anders.

Januar

(Achtung, neue Rubrik!)

Reisen: London (geht immer! Rockt! Und die Tate Modern - wow!). Berlin (Hauptstadt muss man auch immer
mal wieder besuchen).

Lieblingswort des Monats: “Lagevortrag zur Unterrichtung” (nützlich im Büroalltag: kurz und knapp den Sachstand auf den Punkt bringen können)

Erfreulichste Mail: Aus Australien mit Fotos vom Silvesterfeuerwerk über der Harbour Bridge in Sydney

Beglückend: Die Erkenntnis, dass das Leben doch immer wieder liebenswert ist, wenn man Menschen um sich hat, mit denen niemals der Gesprächsstoff ausgeht.

Besorgend: Krankheiten, die mit “Gastro-” oder “Lungen-” anfangen.

Schönstes Geschenk: “Huliman” (Acrylfarbe auf Leinwand, Papua New Guinea)

Arbeit: Viel, aber bereichernd.

Party: 28.1., Party des Sports, und jede Menge gut gelaunter Kollegen

Ich hätte verzichten können auf: Männer, die weinend in meinem Auto sitzen.

Am meisten gelacht: Beim Weihnachtsnachholbesuch beim Patenkind und dem damit verbundenen “Polly Pocket”-Spiel, in dessen Rahmen wir “Unter uns” nachspielten. Was Patenkind samt Schwestern gucken, ich aber nicht.

Am meisten genervt: vom Januarwetter. Winter sucks.

Weise Worte: “Der Kern von allem, was du tun musst, ist, Worte zu finden für deine Gefühle. Du musst mit Worten Intimität herstellen. Das Problem unserer Generation ist nur: Die Leute haben Angst davor, dass ihre Gefühle verletzt werden. Das ist tatsächlich wahr. Und da kann ich nur sagen: Natürlich wird man im Verlauf seines Lebens verletzt, von Menschen enttäuscht werden. Aber das ist okay und man wird es aushalten.” (Malte Welding) (via)

Überraschung des Monats: Sag ich nicht.

Be-Merkenswert: -

♥-Song: -

Fazit: Love the one you’re with.

Mind the gap

Du merkst, dass du nicht aus London bist, wenn du…


- beim U-Bahn-Fahren nicht Zeitung/Buch liest, Kaffee trinkst, mit dem mp3-Player laut Musik hörst, schläfst oder im BlackBerry deine Mails checkst (oder am besten eine Kombination aus mehreren dieser Beschäftigungen), sondern einfach nur rumsitzt.

- beim abendlichen Lauf um den Regent’s Park im statt gegen den Uhrzeigersinn unterwegs bist…

- … und dazu bei plus fünf Grad memmen- und warmduscherhafterweise lange Laufhosen trägt und nicht Shorts.

- ab und zu überfahren wirst* - böser, böser Linksverkehr!

- Marmite-Toast auch beim besten Willen nicht runterkriegst (hey, ich knabbere doch auch keine Brühwürfel!).

*beinahe jedenfalls

Was von 2010 übrig blieb…

“…and I know too much to go back an’ pretend
‘Cause I’ve heard it all before
And I’ve been down there on the floor
No one’s ever gonna keep me down again

Whithaven Beach auf Whitsunday Island

Whitehaven Beach auf Whitsunday Island (mit 99,7 % Quarzgehalt der weißeste Strand der Welt).

Oh yes, I am wise
But it’s wisdom born of pain
Yes, I’ve paid the price
But look how much I gained
If I have to
I can do anything”

(Helen Reddy, “I Am Woman”)

.

Reise des Jahres (in Personalunion mit: Lieblingsland, teuerste Anschaffung, weitestweg ever von zu Hause): Australien! Hatte daran jemand gezweifelt? Ich nicht. Nie.

Lieblingsstrand: Whitehaven Beach (siehe Foto Nr.1).

Zu Gast bei Freunden: Kroatien. Schwäger-Land!

Unbeliebtester, leider aber viel zu häufig gehörter Kommentar: “Wie, du fährst SCHON WIEDER in den Urlaub?”

am meisten gemacht (trotzdem! Ätsch!): gereist

Vulkan des Jahres: Eyjafjallajökull

Beeindruckendstes Bauwerk: Sydney Harbour Bridge - eine Schande, sie einfach nur “Brücke” zu nennen

Schönstes Skifahren: Toggenburg

längste/abenteuerlichste Bahnfahrt: City Night Line Dortmund - Prag mit Oberleitungsschaden

am liebsten überdacht geschwommen in der: Tamina-Therme.

Yarra River, Melbourne skyline und Ruderboote.

Liebste Laufstrecke: Yarra-River-Ufer, an den Rowing Clubs entlang (Foto Nr. 2)

Anzahl der Sporteinheiten: 148  davon Laufen: 112, Schwimmen: 29, Sonstiges: 7

Horror-Autofahrt: Dortmund - Beg Leguer am 1. April. Allein.

Nicht stimmendes Sprichwort: Den Mutigen gehört die Welt. Nein, die Mutigen fliegen oft genug voll auf die Schnauze.

best days of my 2010: 26. Juli bis when September begins

Titel des Jahres: “Rollkommando”

schönstes Telefonat: 21. Juli, Middle of No-where/-rmandie

Männer 2010: Reingefallener als Schaffhausen.

Wort des Jahres: Handelsbilanzdefizit

Anzahl der von Fleurop an den Arbeitsplatz gelieferten Blumensträuße: 2 (siehe Foto Nr. 3)

Anzahl der zu den von Fleurop an den Arbeitsplatz gelieferten Blumensträuße gelegten Karten, die das Wort “entschuldige!” enthielten: 2

Anzahl der samt “Entschuldige!”-Karte von Fleurop an den Arbeitsplatz gelieferten Blumensträuße, angesichts derer die Kollegen sehr neugierig grinsten: 2

Noch so eine Premiere...

2010 erstmals gemacht: Fußpflege. And loving it. // Geo-Caching // // Im Oktoberfestzelt auf Bierbänken getanzt

außerdem noch neu: rahmenlose Brille // offene Haare // eingeschultes Patenkind

Premieren 2010 - negativ: erster Chef stirbt // erste Schulfreundin wird sich scheiden lassen // Auto wird abgeschleppt

grandioser Künstler: Fazil Say

Hall of Quotation-Fame oder: Wahre, unhinzuzufügbare Worte: “Man muss sich nicht ständig neue Unglücklichmacher suchen.” (Lieblingsfreundin) // “Mir gehen die Männer echt auf den Keks mit ihrem ewigen ‘ich weigere mich strikt, mal zu überlegen, welche Konsequenzen mein Verhalten haben könnte’.” (ebendiese) // “Ich mach dir die Tür dann nur mit meinem Auge auf.” (andere Lieblingsfreundin, die wegen einer Hornhautentzündung kaum aus demselben gucken konnte)  // “Ich glaube, dass es am besten ist, wenn man sich so sein lässt, wie man ist” (www.anders-anziehen.de)

Überraschung: Wer alles die Soundtracks zu den Heartthrob-Robert-Pattinson- Twilight-Filmen besitzt.

Immer noch: Queen of Inkonsequenz

Lieblingsfreizeitvergnügen: Freibad (Froschloch. Mollbeck. Volksparkbad.)

eindrücklichstes Sport-Ereignis: BMO Vancouver Marathon

am meisten geschwitzt: 10. Juli (36 Grad mittags im Freibad und es geht noch heißer - nachts beim Tanzen nämlich)

Merke: Man hält sich besser an Männer, die eigenhändig die Pergola aufbauen, die Rosentriebe schneiden, Dünger dosieren und die Beete harken, einfach so und ohne Worte, als an die, die einem einen Rosengarten versprechen.

Kompliment des Jahres: “Es ist so unsagbar schön, dass es dich in dieser besonderen Version gibt.”

Ach ja…: “When you’re a teenager and in your early twenties love seems desperately eternal and excruciatingly painful. Whereas as you grow older you realize that most things are excruciatingly painful and that is the human condition. Most of us continue to survive because we’re convinced that somewhere along the line, with grit and determination and perseverance, we will end up in some magical union with somebody. It’s a fallacy, of course, but it’s a form of religion. You have to believe. There is a light that never goes out and it’s called hope.” (Morrissey)

traurigste Ladenschließung: Edwards.

Schock: Loveparade

Wunder: Chile/Atacama/Copiapó/el derrumbe de la mina San José

Berufung: “Stories only happen to those who are able to tell them.” (Paul Auster, The New York Trilogy)

Niemals ohne: Mutter, Vater, Bruder. Familie halt. Auch niemals nicht ohne: Bruderfreundin. Die Lieblingsfreundinnen.

Und direkt danach: mein E-Mail-Postfach.

Senkrechtstarter in meinem Leben: J.

Fazit: Wieder einmal gemerkt, dass sich alles verändert. Immer. Und das ist gut so.

Gesamttendenz: Leben, you make me smile.

.

(2011?! Ready, steady - go!!)

Sprung

Polizeikontrolle. “Fahrzeugschein, Führerschein, Personalausweis, bitte.”

Polizist nimmt Personalien auf.

Drei Minuten später. “Eine Frage noch. Urbaniak - ist das noch ihr Nachname oder hat sich da was geändert?” “Nein, das stimmt noch. Ich habe nicht geheiratet. Mich wollte noch keiner.”

Polizist guckt, stutzt, sagt: “Dabei machen Sie doch einen netten Eindruck!”

An dieser Stelle hat die Schallplatte einen Sprung…

10/12/2010

Nici. Papa. Jurgen. Katja. Frank. Sigrid. Gunther. Micha. Jenny. Stux. Axel. Birke. Rita. Ellen. Eugen. Martina. Stefan. Sascha. Gudrun. Ben. Tanja. Oliver. Markus. Casy. Kai. Michael. Jochen. Olaf. Oma Vera. Jörg. Krissy. Sepp. Sven. Tordis. Herr Hentrei. Herr Nickel. Mabroor. Herr Stark. Birgit. Rita. Andreas. Michael. Björn. Ingo. Daniel. Mareike. Kirsten. Nina. Ralf. Papa. Marco. Lars. Marco. Wolfgang. Rita. Maria Anna. Harald. Silke. Sigrid. Silke. Aurelia. Katja. André. Dori. Mama. Ralf. Rainer. Katja. Christina. Ulrike. Simone. Katja. Andrea. Loka. Jasmin. Schiebi. Erfti. Antje. Andrea. Casy. Jojo. Michelle. XYZ. Gaby. Die unbekannte Auch-Geburtstag-Habende. Rudi. Carolina. Tina. Maman de Loka. Simone. Melina. Antje. Britta.

file under: Jetzt erst recht

An mein Herz!

Melbourne also. Das andere Ende der Welt. Traumland aller Auswanderer, Urlauber und “down under”-Sager.

Und?!

Was kann Melbourne?

Sofort einnehmen. Bannen. Bester Freund werden. Nach 24 Stunden Anwesenheit in die Tamina-Urbaniak-Weltbeste-Städte-Liste aufgenommen werden.

Melbourne macht schmunzeln, wenn Ende November hier Jungs in kurzen Hosen die Weihnachtsdeko-Christbäume aufbauen.

Melbourne sagt “no worries” und strahlt das irgendwie auch aus.

Melbourne ist der Café-Kellner in der Degraves Street, der auf meine Frage auf der Suche nach dem perfekten Kaffee, was denn ein “Caffe Romano” sei, antwortet: “Don’t know”, und dann seinen Kollegen fragt: “Hey Steve, what the hell is a ‘Romano’?” Woraufhin Steve antwortet: “Who? Romano? No clue!” Und dann lachen wir alle und bestellen lieber “a Long Black”.

Melbourne ist ein kleines Konzert, das die Ampeln veranstalten. Die sind nämlich erstaunlich flächendeckend mit akustischen Blinden-Signalen ausgestattet, und zwar jede anders und oft sehr melodiös.

Melbourne sind die vielen Läufer, die zur Büro-Mittagszeit schnell ihre running shoes anziehen und eine Runde auf “the Tan Track” rund um den botanischen Garten laufen. Turnschuhe ziehen auch die Business-Ladies an, wenn sie nach Feierabend nach Hause oder zu den suburban trains laufen. Wer will sich schon in hohen, schicken Absätzen die Füße kaputt machen?

Melbourne ist auch, selbst eine neue Lieblingslaufstrecke ins Repertoire aufzunehmen: Yarra River und Kings Domain.
(Dieser Punkt ist dem besten Laufsportgeschäft ever gewidmet :-) !) (Übrigens: Die neuen Schuhe sind SUPER!)

Melbourne ist auch komplette Verwirrung über das Grün der Bäume, das Zwitschern der Vögel, die Sommerware mit luftigen Kleidchen und hellblauen Sonnenhüten in den Schaufenstern - wenn  man gerade aus dem übelsten, grauesten, regnerischsten, kältesten November in Deutschland entflohen ist.

Melbourne? An mein Herz!

Piep

Seit circa zwei Jahren piepst meine Handtasche, wenn ich durch die Sicherheitsschleusen von Kaufhäusern laufe. Nicht immer, aber viel zu oft. Ich kenne in DO-Innenstadt deswegen 80 Prozent der Kaufhausdetektive und Sicherheitsdienstmitarbeiter (und die meinen Handtascheninhalt - von Taschentuchpackung über iPhone-Ladekabel bis zur Nagelfeile).

Gestern wieder. “Piiiiiep!” Und der Sicherheitsmann kommt mit verbindlichem Lächeln auf mich zu, ich ziehe routiniert den Reißverschluss meiner Tasche auf, um den Beweis anzutreten, dass ich nichts geklaut habe. “Das macht die öfter”, sage ich zu ihm. “Die Tasche piept immer.” “Ja, und wollen Sie nicht mal, dass sich das ändert?”

Ich starre ihn verständnislos an. “Geht das denn?” Er nickt und nimmt mich mit zur nächsten Kasse, streift die Tasche über einen Entfiepungs-Sensor (für den es sicher auch den entsprechenden Fachterminus gibt).

“So”, sagt er und blickt mich aufmunternd an. Ich hänge mir die Tasche um, laufe durch die Schleuse. Kein Piepen, nichts.

Sage ich zu dem zufrieden grinsenden Sicherheitsdienstmann: “Warum haben wir uns nicht viel eher kennen gelernt?”

(Das wollte ich überhaupt schon immer mal zu einem Mann gesagt haben.)