Sonntag, Juli 31st, 2011
Reisen: Landshut
Lieblingswort des Monats: “Langflasche” (nicht zu verwechseln mit dem Bocksbeutel, aber der genießt ja auch noch nicht mal Markenschutz, wie der Europäische Gerichtshof bekanntlich 1983 im so genannten Bocksbeutelstreit entschied - das Prinzip der Selbstverantwortung im Lauterkeitsrecht, wer kennt es nicht…)
Erfreulichste Mails: die, die mich schmunzeln lassen wegen Inhalten wie “Meine Antwort lautete, dass ich nicht ausschließen könne, dass auch Unsinn getrieben würde”, “Ich überlege ernsthaft, mich für den Halbmarathon am 1.4.2012 anzumelden” und “Das hing meist von unseren jeweiligen Beziehungsstatus (hier Plural nach der lateinischen U-Deklination) ab.”
Beglückend: Die Extraschicht mit Glissssendo und waghalsigen BMX-Artisten und Mountainbikern
Besorgend: Schweigsamkeit. Mitmenschen, die bei Penny eine Flasche Schnaps und eine Dose billiges Katzenfutter aufs Band legen.
Schönstes Geschenk: ein Dahlienstrauß von der familieneigenen Dahlienplantage. Und ein weiterer Blumenstrauß.
Arbeit: zur persona non grata der Abiturientia 2011 geworden und vier Leserbriefe provoziert
Party: Mädelsabend bei Simönne am 1.7. Er sollte so werden, “wie man sich halt Mädelsabende im Allgemeinen vorstellt” (O-Ton Einladungsschreiben). Und er wurde so, wie man sich halt Mädelsabende vorstellt. Mit Aperol-Sprizz, Scampis vom Grill, Nussschrift auf dem Esstisch, reihenweise vor Lachen unter ebendiesen Tisch fallenden Gästen sowie einer den Abgang der Gäste, weil schlafend, nicht mehr mitbekommenden Gastgeberin…
Ich hätte verzichten können auf: Umbuchungsgebühren. Auf den Kassierer im IKEA-Shop, der mir den Kassenzettel hinlegt mit den Worten: “Hier - falls Sie’s von Ihrem Mann wiederkriegen.” Und darauf, daraufhin so perplex sein, dass man es nicht mal hinkriegt, ihm spontan vor die Füße zu spucken.
Am meisten gelacht: über Jochen Malmsheimer
Am meisten genervt: von Weltuntergangsszenarien und der Unfähigkeit, die schönen Seiten des Lebens zu sehen
Weise Worte: “du musst ja nicht mit dem Umzugswagen anreisen”
Überraschung des Monats: besondere Vorlieben
Be-Merkenswert: Joggen im Münsterland, vorbei am Dr.-Reiner-Klimke-Weg, auf dem Straßenschild einige Erklärungen zur Person R. Klimke. “Ach, ich wusste gar nicht, dass der Klimke auch Jurist war?!” “Ja, der wohnte hier auch irgendwo. Ahlerich hieß doch das Erfolgspferd, oder? Tja, Dressur… seltsamer Sport. Wie hieß denn noch gleich dieses Wunderpferd, das bei der CHIO-Siegerehrung durch ein Double vertreten wurde? Ach richtig, Totilas! Und Tochter Klimke hat doch dann seinen Sport weitergemacht. In Peking hat sie doch die Goldmedaille im Vielseitigkeitsreiten gewonnen…” “Äh, interessierst du dich für Pferde?” “Nö.”
♥-Song: das Stück, was im Deutschlandfunk zum Auftakt von “Tag für Tag - Aus Religion und Gesellschaft” gespielt wird; ein “Allegro” von J.S. Bach, dargeboten vom Cologne Chamber Orchestra
Fazit: “I don’t have the strength to stay away from you.” - OH doch!

