Sonntag, August 8th, 2010
Seit circa zwei Jahren piepst meine Handtasche, wenn ich durch die Sicherheitsschleusen von Kaufhäusern laufe. Nicht immer, aber viel zu oft. Ich kenne in DO-Innenstadt deswegen 80 Prozent der Kaufhausdetektive und Sicherheitsdienstmitarbeiter (und die meinen Handtascheninhalt - von Taschentuchpackung über iPhone-Ladekabel bis zur Nagelfeile).
Gestern wieder. “Piiiiiep!” Und der Sicherheitsmann kommt mit verbindlichem Lächeln auf mich zu, ich ziehe routiniert den Reißverschluss meiner Tasche auf, um den Beweis anzutreten, dass ich nichts geklaut habe. “Das macht die öfter”, sage ich zu ihm. “Die Tasche piept immer.” “Ja, und wollen Sie nicht mal, dass sich das ändert?”
Ich starre ihn verständnislos an. “Geht das denn?” Er nickt und nimmt mich mit zur nächsten Kasse, streift die Tasche über einen Entfiepungs-Sensor (für den es sicher auch den entsprechenden Fachterminus gibt).
“So”, sagt er und blickt mich aufmunternd an. Ich hänge mir die Tasche um, laufe durch die Schleuse. Kein Piepen, nichts.
Sage ich zu dem zufrieden grinsenden Sicherheitsdienstmann: “Warum haben wir uns nicht viel eher kennen gelernt?”
(Das wollte ich überhaupt schon immer mal zu einem Mann gesagt haben.)