Samstag, Juli 24th, 2010
…ist einen Tag lang einen Hummer in der Spülschüssel (YouTube-Video davon? Klick hier!) als Hausgast zu beherbergen (Kochtopf, du Mörder!).
… immerzu Sand. Überall. Im Bett, in der Unterwäsche und in den Schuhen.
… Holunder heißt sureau und selbstgemachter Saft aus seinen Blüten ist quasi das ideale Getränk für Freitagmittagnachdemfrühstück auf der Vue-Mer-Terrasse von Bekannten.
…mindestens einmal Frühstück im Café du Port in Perros.
…Menschen in Ringelpullis allerorten; Armor Lux, Saint James (Né de la Mer!) sowie Le Phare de la Baleine waren hier schon modisches Maß aller Dinge, als das Wort Trend noch gar nicht erfunden war.
Jeder Franzose muss eigens ein Abteil in seinem Kleiderschrank für “les vêtements bretonnes” reservieren; die Ringel-Optik-Kleidung wird jeweils für les grandes vacances hervorgeholt.

…abendliche Kontrollgänge zum Leuchtturm.
…Feuerwerk heißt feu d’artifice und ist tausendmal schöner als ein handelsübliches Feuerwerk, wenn man es auf einem Granitfelsen sitzend beobachtet und es auf einer Insel in der Bucht von Coz Pors entzündet wird. Anschließend: Bei der soirée DJ feststellen, dass der gemeine Franzose immer noch gerne mit Johnny Hallyday “Allumer le feu” mitgrölt. Aber hey, die 90er-Jahre waren ja auch top für la musique pop! Mitsingen ist auch bei allen anderen hier dargebotenen Titeln wegen Extrem-Eingängigkeit selbst ohne Französisch-Kenntnisse problemlos möglich. Und ein Gefühl wie “Dirty Dancing”, wegen Feriendorf-Atmo.
…Strandnachmittage an der Base Nautique de l’Ile Grande, bei denen man naturcoole Surfer beobachtet, die aus der Windnot eine Paddelboard-Tugend machen und umso mehr Spaß an ihrem Strandkonzert mit Bands wie Al K Traxx oder Ty Moon haben.
…Artischocken essen.
…wider besseres Wissen täglich die Météo-Seite der “Ouest-France” aufblättern und stundenlang die Vorhersagen diskutieren: “Heute sind wieder éclaircies angekündigt. Aber gestern war doch noch die Rede davon, dass es averses geben sollte!” (Niemals einsehen, dass es Unfug, grober UNFUG ist, den Wetterberichten zu glauben - erstens ist das Wetter hier nämlich in jeder Bucht anders, zweitens niemals so, wie in der Zeitung angekündigt und most of all kann man eh nichts dran ändern.)
…Kinder am Strand heißen selbstverständlich Etienne und Julie und lernen ab dem Kindergartenalter Segeln.
Bretagne? Bretagne!!
