Montag, April 26th, 2010
Es war ein als Kurzurlaub getarntes Ablenkmanöver. Und außerdem ein wahres Eindrucks-Gewitter. Und eine Doppelgeburtstagsfeier. Und ein lang ersehntes Bruder-und-Bruderfreundinwiedersehen. Und noch viel mehr:
- Schnell mal eben auf dem Weg vom Flughafen Weltkulturerbe mitgenommen (Trogir) und dort Nationalgetränk Nr. 1 getrunken: Cedevita (siehe Foto). Zweites Nationalgetränk: Pipi (made in Split!). Hihi!

- Lustiger Sitznachbar im Flugzeug: Greift sich meinen SPIEGEL, studiert in Seelenruhe den darauf befindlichen Abonnenten-Aufkleber mit meinem Namen, blättert drin, stutzt auch nicht, dass da einer meiner Haarclips als Lesezeichen dient und liest die Zeitschrift erstmal durch.
- Schön auch: Wer so dusselig ist, bei der Flugbuchung seine Tagesgeldkonto-Nummer nicht von der Girokonto-Nummer unterscheiden zu können, der muss mit einem kleinen bisschen Bauchschmerzen zum Flughafen fahren. Köln/Bonn checkt mich ohne Wimpernzucken ein, vor dem Rückflug aber geht eine E-Mail ein mit der Mahnung, die Fluggebühr samt 12,33 Euro Bearbeitungspauschale am Flughafen-Schalter in Split zu begleichen. Die dafür eingeplante Pufferzeit vor Abflug reicht dank der großen Kooperationsbereitschaft des Bodenpersonals in Split dicke aus, und sie sind sogar so unkompliziert, die eigentlich in Kuna zu bezahlende Gebühr Pi mal Daumen in Euro umzurechnen. Wenn man dann noch schusseliger ist und den Ticketausdruck samt halbwegs wichtiger Bankunterlagen am Schalter liegenlässt, ruft einen zuverlässig der Flughafensprecher aus. Prädikat “rundum sorglos” für diesen Flughafen!
- Wichtig in Kroatien: Immer viel essen! Vaters Prsut und den selbstgemachten Käse, Brot aus von Bruderhand eigengestampften Getreidekörnern, Cevapi - am besten frisch vom Grill in Vaters Ofenhaus (siehe Foto), und zu allem und zu jeder Tageszeit: gemišt! (sprich: ['gä-mischt]), also Weißwein mit Mineralwasser.
- Keiner fragt, was man beruflich macht. Bruder: “Die sind hier in ihrer Berufswahl kreativer.” Sprich: Wer heute noch eine Touristen-Pizzeria hat, kann morgen schon einen Baustoffgroßhandel aufmachen.
- Stundenlang neben Leuten sitzen, deren Sprache man nicht spricht. Tipp der Schwägerfreundin: “Einfach alle Sprachen (=Deutsch, Französisch, Englisch, Kroatisch) im Kopf anschalten!”
- Und wenn ich groß bin, werde ich mal eine so gute Gastgeberin wie die Schwägerfreundin und ihre Familie.
Kroatien? Sofort wieder!
