Tschüss Kopf. Tschüss Verstand. Ihr könnt später wiederkommen.

Was bleibt…


Sonntag, August 30th, 2009

…sind 850 eigene Fotos plus und 463 von der besten Reisefreundin ever. Plus zehn Mini-Videos.

… ist die ewige Frage: “Sind Johnny und Baby wohl noch zusammen?” (file under: “Wie erholt kann man sein, um sich über das Schicksal der Akteure aus “Dirty Dancing” (1987) Gedanken zu machen?”)…

… und die ebenso dringliche Überlegung: “Sind die Bahamas eigentlich die bahamischen Inseln?” (vgl. Kanaren - kanarische Inseln; Frage inspiriert hiervon aus dem all-time-favourite-Urlaubs-CD-Paket)

… ist auch die überaus bemerkenswerte Notiz auf der Klo-Tür: “When door is closed, WC is occupied.” Ach?!

… ist, dass (wir nennen ihn mal) “Steven” unser bester Urlaubsratgeber war - der unbekannte Biker aus der Water Street in Vancouver Gastown. Er schenkte uns seine abwaschbare Straßenkarte, den Tipp, über Kelowna, den Okanagansee und durch die dortigen Weinbaugebiete zu fahren, sowie den unschätzbaren Ratschlag, Whistler zu sehen.

… ist der tiefe Wahrheitsgehalt von Weisheiten wie “Do not complain about the rain - think of all the raindrops that are missing you” (Inschrift auf einer Bank am Second Beach in Vancouver). Oder “Like everywhere else on earth, life fights the odds” (Erklärung der Natur-Besonderheiten rund um den Emerald Lake - kämpfen, Baby, kämpfen!). Oder auch “Life is short. Eat dessert first” (Inschrift in unserem Frühstücks-Café in Tofino).

… ist Eloy (Eli?), der Brewster-Busfahrer auf den Columbia Icefields: “We can’t pave this - it’s moving!” (Auf die Frage, warum die Straße zum Eisfeld eine Schotterpiste ist und bleibt - der Gletscher bewegt sich nämlich. Und die Erde und das Eis und die Straße auch.)

… ist, dass der halbe Spaß einer Bootsfahrt zum Wale-Beobachten darin besteht, sich in unförmige, Astronautenanzüge zu zwängen - siehe Foto (bereuen tut das niemand, einmal auf See und im Seewind…).

… ist die Frage, ob die Frauen und Männer an Straßen-Baustellen, die den lieben langen Tag “STOP”- und “SLOW”-Schilder hochhalten, Ein-Euro(-Dollar)-Jobber sind?! Und wie kriegen es die Kanadier überhaupt hin, so oft so guter Laune in ihrem Job zu sein und sich - mit was auch immer; Snocoach-Fahren, Baustellenschilder-Hochhalten oder Avis-Leihwagen-Zurücknehmen derart positiv und Enthusiasmus ausstrahlend zu identifizieren?

… die Tatsache, dass unser siebensitziges Wasserflugzeug vier (!) Notausgänge hatte.

…ist der Wichtigtuer aus dem Harbour Tower in Vancouver, der uns erklärte: “Ich war auch schon mal drei Wochen mit dem Auto in USA unterwegs.” Wow! Amazing! Really??

…ist die Erkenntnis, dass wir aus dem Alter raus sind, in dem man im Hostel-Dorm schläft. Und nein, wir brauchen keine Rastafahnder (Rastafahrer! Rastafari!) und keine Batikkleider und keine selbstgedrechselten Gitarrenlieder, um uns cool zu fühlen.

… die immer und ewige Frage: “Haben wir eigentlich heute schon gesagt, dass es uns ziemlich gut geht?”

Und schließlich: es verbleiben mit freundlichen Grüßen - Mama und Papa.

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