Mittwoch, August 19th, 2009
Erst laufen wir zu Fuß quer durch Vancouver, um den Mietwagen abzuholen, dann steigen wir spontan in ein Wasserflugzeug, um ebendieses Vancouver noch mal aus der Luft zu sehen.
Außerdem macht diese Globalisierung vor nichts Halt! Im Hotel in Vancouver waren die Badezimmeramaturen aus Oer-Erkenschwick, und wir aßen Schweizer Marmelade auf unserem Toast, und zwar von deutschem Geschirr.
Abgesehen davon haben wir heute gelernt: Schlüssel in den Kofferraum werfen und zuschmeißen kostet 46,20 kanadische Dollar.
Und wir haben gelernt: Die englische Entsprechung für “das kommt in den besten Familien vor” heißt “it happens to the best of us!” (sagt jedenfalls die Dame am Walmart-Service-Desk, die uns freundlicherweise den Schlüsseldienst herbeitelefonierte.)
Außerdem ist uns das Lachen mittlerweile förmlich ins Gesicht gemeißelt - so viel Spaß und so viel Schönes sehen und haben wir hier.
Es ist nämlich in Canada auch überhaupt nicht seltsam, am Ende eines Essens beim Rechnungscheck im Restaurant zu sagen: “Also, ich hatte zwei tote Frösche.” (Nein, wir sind nicht zu französischen Schenkel-Gourmets mutiert. Aber wer dem link folgt, lacht mit.)
Totgelacht hatten wir uns auch schon vorher: Auf der Speisekarte im “Glowbal” ist neben manchen Gerichten ein fischförmiges Symbol vermerkt. Erklärt wird es am Seitenfuß mit “Recommendation of the Vancouver Aquarium”. Viel schöner aber ist doch diese unsere Deutung: “Oh, der Fisch kommt aus einem Aquarium!” (Denkpause) “Ach nee, das heißt wohl fair gefangen?!”
Ich wiederhole mich vermutlich, aber: Urlaub ist etwas ausgesprochen Feines.